Mit einer fröhlichen, bunten und
sehr harmonischen Veranstaltung
haben Schüler, Lehrer und viele
geladene Ehrengäste das 50-jährige
Bestehen der Albert-Wagner-Schule
Merenberg (AWS) gefeiert. Neben
Vertretern der politischen Gremien
und des öffentlichen Lebens waren
auch die Schulleiter der
benachbarten Schulen, ehemalige
Lehrer und die ehemaligen Schüler
der Einschulungsjahrgänge 1958/59
der Einladung an die AWS gefolgt.
"Kinder sind Gäste, die nach
dem Weg fragen." Mit diesem Zitat
von Maria Montessori beschrieb
Rektorin Susanne Wicke die Situation
der Kinder damals wie heute. Auch
wenn die Bedingungen, unter denen
Kinder heute aufwachsen, sich seit
der Einweihung der Schule weitgehend
verändert hätten, so sei es den
Lehrern in Zusammenarbeit mit den
Eltern immer wieder gelungen,
Antworten zu finden, die es den
Schülern erlauben, den Weg ins Leben
zu finden.
Weil dies nicht immer einfach
gewesen sei, dürften alle stolz
zurückschauen und sich über
Gelungenes freuen, um mit Mut und
Vertrauen den Weg in die Zukunft
fortzusetzen, so die Rektorin
weiter.
Einen kurzweiligen Rückblick auf 50
Jahre AWS gaben Katharina Pötsch und
Richard Vestring. Sie erinnerten an
die Entstehungsgeschichte und die
Zusammenlegung der beiden Schulen
Merenberg und Allendorf. Nach der
Grundsteinlegung 1956 war das
Gebäude 1958 bezugsfertig, ein Jahr
später wurde die Turnhalle gebaut,
1962/63 kamen die Schüler aus
Barig-Selbenhausen, Reichenborn und
Rückershausen hinzu. Es folgten
mehrere bauliche Veränderungen,
zuletzt der Anbau im Jahr 2002
Die Albert-Wagner-Schule liege zwar
in einer ländlichen Region, sei aber
keineswegs pädagogische Provinz,
eher eine pädagogische Insel, die
Kindern die nötige Geborgenheit
gebe, um sich in ihrer Entwicklung
entfalten zu können, stellte
Schulamtsdirektor Werner Röhrig in
seinem Grußwort fest. Jugendliche,
die eine weniger erfolgreiche
Schullaufbahn hinter sich hätten,
würden neue Perspektiven erhalten,
das belegten die Ergebnisse in den
landesweiten Abschlussprüfungen der
AWS.
Das Kollegium der Schule besitze die
Qualifikation, den Vorteil einer
kleinen Schule und kleiner Klassen
zum Wohl der Schüler erfolgreich zu
nutzen, brachte der
Schulamtsdirektor den Wunsch zum
Ausdruck, dass die Schule auch
zukünftig Antworten und Lösungen auf
die Herausforderungen der
bildungspolitischen Neuorientierung
finden werde.Musikalische
Grundschule macht ihrem Namen alle
EhreAuch der Erste Kreisbeigeordnete
Helmut Jung (SPD) und Merenbergs
Bürgermeister Reiner Kuhl
(parteilos) sparten in ihren
Grußworten nicht mit Lob für die
Schule, das Lehrerkollegium sowie
die Schüler, die an diesem Tag den
Festakt musikalisch umrahmten - ganz
so, wie es sich für eine
musikalische Grundschule gehört.
Sogar einen eigenen Schulsong gibt
es, den Romana Sehr komponiert hat
und von Julia Radecke und Bärbel
Georgi getextet wurde. Er wurde von
den Klassen 3 und 4 vorgetragen. Mit
dem Lied "Schule ist mehr" von Rolf
Zuckowski begeisterten die Kinder
der 3 a und 3 b die Zuhörer. Bei dem
Lied "This land is your land"
zeigten die Kinder der Klassen 3a,
4a und 4b, wie gut sie bereits
flöten können und machten damit der
musikalischen Grundschule alle Ehre.
Ihr Rhythmusgefühl bewiesen zudem
die Mädchen und Jungen der Klassen
4a und 4b bei ihrem Tanz "Mambo
number five".
Glückwünsche überbrachten auch
Lehrer Reimund Neu im Namen des
Personalrats, Esma Özdemir als
Schulsprecherin sowie der gesamte
Elternbeirat, in dessen Namen Petra
Herzberg-Winterstein ein
ausgefallenes Präsent überreichte.
Eng verbunden mit der Schule sind
auch die Pfarrgemeinden, das
brachten Pfarrerin Guthrun
Krieger-Kolland und Pfarrer Ralf
Arnd Blecker zum Ausdruck.
Zum Abschluss präsentierten sich die
ehemaligen Schüler der
Einschulungsjahrgänge1958/59 auf der
Bühne in der Sporthalle, die unter
Federführung von Arbeitscoach Bärbel
Neumann wunderschön dekoriert worden
war. Den anschließenden Empfang
umrahmte die Schulband der Klassen H
9 und H 10 musikalisch und auch die
Bewirtung hatten die Schüler der
Hauptschulklassen übernommen.
Zu den Fotos
von der Veranstaltung gelangen Sie
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