|
|
|
|||||||||
|
Am Sonntag, den 2. Mai 2010 fuhren wir – Alex, Bianca, Steffen, Timo und Willi (H 5 und H6) – mit Frau Sehr und Frau Radecke mit dem Zug nach Frankfurt. Vom Bahnhof liefen wir durch die Innenstadt zur Alten Oper. Die Alte Oper ist ein sehr großes Gebäude, in dem heute Konzerte aufgeführt werden. Dort hatten wir Freikarten von der Deutschen Börse für ein Konzert mit der berühmten Geigerin Julia Fischer bekommen. Bevor das Konzert losging, wurden wir in einem Nebenraum begrüßt. Dort war auch eine Kontrabassistin mit ihrem großen Kontrabass. Willi durfte das Instrument sogar mal halten, und die Frau spielte uns ein kurzes Stück vor. Dann konnten wir noch viele Fragen stellen. Die Bassistin erzählte zum Beispiel, dass sie in Amsterdam wohnt und dort ihren Kontrabass mit dem Fahrrad transportiert. Das konnten wir uns kaum vorstellen. Wir fanden es toll, mal einen echten Kontrabass zu sehen, weil wir in der Schule ja nur Geigen, Bratschen und Celli haben. Dann gingen wir in den großen Konzertsaal. Dort saßen schon mehrere Hundert Zuhörer. Als es im Saal dunkel wurde, waren auch die Menschen ganz still. Das war sehr beeindruckend. Zuerst spielte das Orchester die Sinfonie „Die Uhr“ von Joseph Haydn. Die Sinfonie heißt so, weil die tiefen Streicher im 2. Satz so spielen, dass es sich anhört, als ticke eine Uhr. Der Dirigent hat sich manchmal sehr lustig bewegt. Aber er hat sehr viel auswendig dirigiert. Das ganze Konzert wurde ohne Verstärker aufgeführt. Das ist bei Konzerten in der Alten Oper normal, denn die Akustik ist dort so gut, dass man im ganzen Saal auch die leisesten Töne hören kann, wenn das Publikum leise ist – und das waren wir! Beim Orchester sind uns viele Sachen aufgefallen:
Nach der Sinfonie, die drei Sätze hatte, wurde kräftig geklatscht. Und dann kam endlich die berühmte Geigerin Julia Fischer. Sie hatte ein tolles Kleid an und kam ganz nach vorne an den Bühnenrand. Sie spielte zwei Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart. Julia Fischer hat ganz toll gespielt. Mal sehr schnell, mal ganz langsam und ausdrucksvoll. Dabei war sie die ganze Zeit sehr konzentriert und hat alles auswendig gespielt. Das hat uns stark beeindruckt. Nach dem ersten Violinkonzert gab es eine Pause. Wir durften wieder in den Nebenraum gehen und haben dort kostenlos etwas zu trinken und leckere Sachen zu essen bekommen. Das war super. Als das Konzert zu Ende war, gab es wieder großen Applaus. Julia Fischer verbeugte sich, ging mit dem Dirigenten hinaus, kam wieder, verbeugte sich noch mal, und so immer weiter. Sie bekam auch einen sehr schönen Blumenstrauß. Zum Abschluss spielte Julia Fischer noch eine sehr beeindruckende Zugabe. Es war ein tolles Konzert, und wir sind froh, dass wir mitgefahren sind!
|