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Ein ganz besonderer Schulausflug

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Am Sonntagnachmittag machten wir uns auf den Weg zu einem ganz besonderen Schulausflug.

Wir, das sind Alex, Timo, Dennis, Sandra, Marcel, Niklas, Marian und Massimo. Wir sind alle Schüler der Klasse H7. Natürlich waren wir nicht alleine unterwegs, sonst wäre es kein Schulausflug. Uns begleiteten die Klasseneltern-sprecherinnen Frau Grund und Frau Zopf, sowie unsere Klassenlehrerin Frau Sehr.

"Wie, am Sonntagnachmittag? Da ist doch gar keine Schule!" So reagierte ein mitreisender Polizist, der nach Frankfurt zum Dienst wollte.

Wir fuhren also am 26.09., um 16.22 Uhr von Gleis 2 in Eschhofen ab und erreichten den Frankfurter Hauptbahnhof mit ziemlich viel Verspätung gegen 18.00 Uhr. Glücklicherweise kannte sich Frau Zopf gut aus und so nahmen wir gleich die richtige S-Bahn, um zur Taunusanlage zu fahren. Von dort sind es nur wenige Meter bis zur Alten Oper, unserem Ziel.

Dort angekommen gingen wir erst mal in einen Saal, in dem schon mehrere Schüler versammelt waren. Wir wurden auf den ersten Teil des Konzerts vorbereitet. Ein Orchestermusiker war auch schon da. Es war ein Fagottist. Er spielte uns einiges vor. Unter anderem auch den tiefsten Ton des Fagotts. Er verriet uns, dass der tiefste Ton des Fagotts der Grund war, warum er Fagott lernen wollte.  Das Fagott haben wir im Unterricht schon bei „Peter und der Wolf” von Prokofjew kennen gelernt, dort wird es für den Großvater genommen. Der Fagottist war etwas aufgeregt, deshalb wollte er schnell wieder zu seinen Kollegen.

Wir suchten nun in dem Saal unsere nummerierten Plätze und waren ganz gespannt. Wir wussten, dass es hauptsächlich klassisch-moderne Musik sein wird, die wir hören werden. Was da genau auf uns zukommen würde, war uns aber nicht klar. Gut dass wir den Hinweis hatten, dass man sich Kinobilder vorstellen kann bei Musik.

In der Alten Oper werden schon lange keine Opern mehr aufgeführt, sondern dort finden ganz besondere Konzerte statt. Die Alte Oper zeichnet sich wegen ihrer hervorragenden Akustik aus, d. h. man kann jeden leisesten Ton überall hören - nicht nur von der Bühne zum Publikum, sondern auch umgekehrt funktioniert dieses Phänomen - ganz ohne Lautsprecher! Das bedeutete für uns natürlich besondere Aufmerksamkeit.

Zuerst wurde es dunkel im Saal, dann kamen die Musiker auf die Bühne und wir klatschten Beifall, das macht man so. Die Musiker waren noch ganz schön jung, kein Wunder, sie nennen sich „Junge Deutsche Philharmonie”. Nachdem alle Musiker saßen, kam auch der Dirigent, Peter Rundel, den fanden wir sehr lustig, weil er beim Dirigieren so schnelle Bewegungen machte.

Das erste Stück war eine Sinfonietta von Alexander von Zemlinsky (1871-1942). Dieses Werk war ganz schön spannend. Besonders hat uns das Schlagzeug gefallen, das Becken knallte laut zusammen und wir erschreckten uns dabei doch manchmal. Die Melodien waren sehr schön und die Spieler waren klasse, sie konnten total schnell spielen. Wenn langsam gespielt wurde, konnte man sich entspannen und es genießen.

Für das nächste Musikstück musste der Flügel in die Mitte der Bühne geschoben werden. Die Pianistin, so nennt man eine Klavierspielerin, spielte von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) ein Klavierkonzert. Dieses Stück war viel ruhiger und auch nicht so laut. Angela Hewitt, die Pianistin, spielte sehr schön. Beeindruckt hat uns wie sie so schnell über die Tasten flitzen konnte und trotzdem sah es nicht hektisch aus. Die Armbewegungen waren faszinierend.

Angela Hewitt bekam sehr viel Applaus, deshalb spielte sie noch eine Zugabe von dem berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach „Wacht auf, ruft uns die Stimme”.

Jetzt war Pause, dazu gingen wir wieder in den Saal im 5. Stock. Dort wartete etwas zu essen und zu trinken auf uns - kostenlos! Hier konnten wir uns entspannen und die ersten Eindrücke austauschen.

Der zweite Teil begann mit der Ehrung des Orchesters, denn das Orchester hat einen ersten Preis gewonnen und bekam ihn nun überreicht.

Das nächste Musikwerk war von einem noch lebenden Komponisten, Beat Furrer (*1954). Das Musikstück war etwas anstrengend. Alex hingegen konnte sich sehr gut Szenen eines Horrorfilms dazu vorstellen. Nach der Aufführung des Musikstücks kam dann doch tatsächlich der Komponist auf die Bühne.

Plötzlich gingen einige Musiker von der Bühne. Was war los? War das Konzert aus? Es stand doch noch ein Musikstück auf dem Programm: Arnold Schönberg (1874-1951) „Verklärte Nacht”. Ah...., das Werk wurde nur von den Streichern gespielt. Es waren wunderschöne Melodien. Uns hat besonders beeindruckt wie leise man spielen kann, das ist nämlich ganz schön schwer, wie wir selbst wissen, weil wir zwei Jahre lang in der Schule gelernt haben, Streichinstrumente zu spielen.

Es gab kräftigen Beifall. Mehrmals musste sich der Dirigent verbeugen, ging immer wieder von der Bühne, kam wieder usw. Nun war das Konzert aus. Nein, da kamen die Bläser wieder, was wollen die denn jetzt? Ach so, eine Zugabe. Und was für eine, die kannten alle: der Strauss-Walzer „An der schönen blauen Donau”.

Nach einem weiteren herzlichen Applaus war das Konzert um ca. 21.45 Uhr zu Ende. Nun schnell die Jacken und Taschen holen und zur S-Bahn. Um 23.37 Uhr waren wir glücklich wieder in Eschhofen. Nur gut, dass wir den nächsten Tag ausschlafen durften. Das war ein super Ausflug! Danke schön „Deutsche Börse”! Von ihr waren wir nämlich eingeladen zum Konzert.

 

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